Sambische Wahlbehörde stoppt Auszählung nach Gewaltausbrüchen und Vorwürfen des Wahlbetrugs

Die Unabhängige Wahlkommission Sambias (ECZ) hat am Freitag die Auszählung der Stimmen bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen für mindestens 24 Stunden ausgesetzt. Der Stopp erfolgte aufgrund von „gezielten Gewaltakten gegen Wahlbeamte“ sowie mehreren Berichten über den Diebstahl bereits ausgefüllter Wahlzettel. Die Behörden riefen zur Ruhe auf, während technische und logistische Probleme behoben werden sollen.

Der ehemalige Minister und oppositionelle Spitzenkandidat Brian Mundubile, der als Hauptkonkurrent von Amtsinhaber Hakainde Hichilema gilt, erklärte noch vor Einstellung der Zählung einen Sieg in der ersten Runde. Sein Team äußerte „ernste Bedenken“ hinsichtlich der Transparenz des Verfahrens und forderte eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle. Internationale Beobachterorganisationen verfolgen die Lage aufmerksam, während lokale Medien über isolierte Unruhen in mehreren Regionen berichten.

Behörden bemüht um Wiederherstellung des Prozesses

Offiziellen Angaben zufolge sollen die Ergebnisse erst am Montag erwartet werden, sobald die ECZ die Integrität aller Stimmenzähleinheiten überprüft hat. In einer Stellungnahme betonte die Kommission, dass die Sicherheit des Wahlsystems oberste Priorität habe. Experten warnen jedoch vor einer Eskalation, falls die Unterbrechung länger andauert oder Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Abstimmung weiter wachsen.

Quellen: Africanews EN, France 24 – Africa