In Gqeberha, der ehemals als Port Elizabeth bekannten Stadt in der Eastern Cape-Provinz, haben Anwohner und Geschäftsleute eine umfassende Initiative gestartet, um den maroden Strandpark Happy Valley wiederherzustellen. Der Park, einst ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen, war in den letzten Jahren durch mangelnde Instandhaltung, Vandalismus und illegale Besetzung stark verfallen und galt als Symbol für das Versagen der kommunalen Verwaltung.
Die neugewonnene Zivilgesellschaftsinitiative sieht sich als Modell für bürgerschaftliches Engagement. Freiwillige säubern das Gelände, pflanzen neue Vegetation und organisieren Sicherheitspatrouillen, während lokale Unternehmen finanzielle und logistische Unterstützung bereitstellen. Die Stadtverwaltung hat sich zugesagt, den Bemühungen strukturell und administrativ zu folgen, etwa durch die Reparatur von Wasserleitungen, Beleuchtung und Spielplätzen.
Happy Valley liegt direkt am Meer und verfügt über Picknickbereiche, Wanderwege und einen Kinderspielplatz. Seine zentrale Lage macht ihn zu einem potenziellen Anziehungspunkt für die wirtschaftliche Belebung des Stadtteils. Organisatoren hoffen, dass die Sanierung nicht nur das Umfeld verbessert, sondern auch Vertrauen in die lokale Demokratie stärkt.
Das Projekt wird von Experten als positives Beispiel für bottom-up-Entwicklung gelobt. Es zeigt, dass trotz institutioneller Schwächen in einigen südafrikanischen Kommunen zivilgesellschaftliche Akteure in der Lage sind, öffentliche Räume zurückzugewinnen und nachhaltig zu gestalten. Die Hoffnung sei, dass sich das Modell auf andere verfallene Stadtparks im Land übertragen lässt.
Quellen: Daily Maverick, AllAfrica – Southern Africa