Schweden stellt nach 18 Jahren bilaterale Hilfe für Liberia ein

Die bilateralen Entwicklungshilfeleistungen Schwedens für Liberia werden am 31. August 2026 offiziell eingestellt. Damit endet eine fast 18-jährige Zusammenarbeit, die maßgeblich zur postkonfliktlichen Stabilisierung und Wiederaufbau des westafrikanischen Landes beigetragen hatte. Die Entscheidung stellt die liberianische Regierung vor die Herausforderung, bisherige von Schweden finanzierte Programme eigenständig fortzuführen.

Schweden hatte seine Unterstützung nach dem Ende des zweiten Bürgerkriegs in Liberia aufgenommen und sich insbesondere in den Bereichen Justizreform, öffentliche Verwaltung und gute Regierungsführung engagiert. Die Mittel flossen unter anderem in Projekte zur Stärkung der zivilen Institutionen und zur Förderung der Menschenrechte. Mit dem Auslaufen der bilateralen Kooperation verliert Liberia eine wichtige finanzielle und technische Partnerin.

Experten warnen, dass die Einstellung der Hilfe Auswirkungen auf die Staatlichkeit und Entwicklungsperspektiven des Landes haben könnte, insbesondere wenn die liberianische Regierung nicht in der Lage ist, alternative Finanzierungsquellen zu erschließen oder die Effizienz ihrer eigenen Institutionen deutlich zu verbessern. Die Regierung in Monrovia hat bislang keine konkreten Pläne veröffentlicht, wie die Lücke geschlossen werden soll.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa