Schwere Kämpfe in Baidoa: Somaliens Bundeskräfte gegen Anhänger des entmachteten Regionalpräsidenten

Am Montag haben sich in Baidoa, der Hauptstadt der somalischen Südwest-Region, schwere bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen somalischen Bundeskräften und Milizen ereignet, die dem entlassenen Regionalpräsidenten Abdiaziz Hassan Mohamed Laftagareen loyal sind. Die Kämpfe, die sich über mehrere Stunden in der Innenstadt hinzogen, gelten als die bislang schwerste Eskalation in einer seit März andauernden politischen Krise, die durch die Absetzung Laftagareens durch die Zentralregierung ausgelöst wurde.

Die somalische Regierung beschuldigt den ehemaligen Regionalführer, sich mit islamistischen Aufständischen verbündet zu haben, um die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt zurückzugewinnen. Die Zentralregierung in Mogadischu betonte, die Bundesstreitkräfte hätten die Operation zur Wiederherstellung der Ordnung begonnen, nachdem bewaffnete Gruppen öffentliche Gebäude blockierten und die staatliche Autorität herausforderten.

Augenzeugen berichteten von Explosionen, automatischem Gewehrfeuer und panischen Zivilisten, die in Sicherheit gebracht wurden. Die genaue Zahl der Opfer ist bisher unklar, da medizinische Einrichtungen unter der Belastung stehen und die Kommunikation eingeschränkt ist. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage mit großer Sorge, da eine weitere Destabilisierung der Region die ohnehin fragile Sicherheitslage in Somalia gefährden könnte.

Baidoa gilt als eine der wichtigsten Städte im zentralen Somalia und spielt eine zentrale Rolle bei der politischen Stabilität des Landes. Die anhaltenden Spannungen zwischen der Zentralregierung und regionalen Machthabern unterstreichen die Herausforderungen bei der Festigung einer funktionierenden föderalen Struktur in dem ostafrikanischen Land.

Quellen: AllAfrica – Latest, Africanews EN