Schwere Kämpfe um Militärbasis in Mali – Armee meldet Dutzende getötete Milizkämpfer

Im Norden Malis haben heftige Kämpfe um eine strategische Militärbasis begonnen, bei denen nach Angaben der malischen Armee Dutzende islamistische Kämpfer getötet wurden. Die Armee betonte in einer offiziellen Stellungnahme, dass es zu intensiven Gefechten gekommen sei, wehrte sich jedoch gegen Behauptungen, die Basis sei von islamistischen Milizen übernommen worden. Offiziellen Angaben zufolge behält die Regierungstruppe die Kontrolle über die Anlage, obwohl die Angreifer erheblichen Druck ausgeübt hätten.

Die genaue Lage der Basis wurde zunächst nicht offiziell genannt, Beobachter vermuten jedoch, dass es sich um eine Position im zentralen oder nördlichen Teil des Landes handelt, wo islamistische Gruppen in den vergangenen Jahren wiederholt Angriffe auf staatliche Einrichtungen durchgeführt haben. Die Gruppen, die mit al-Qaida und dem sogenannten Islamischen Staat verbunden sind, haben ihre Aktivitäten in der Sahelregion in den letzten Monaten intensiviert.

Die malische Übergangsregierung, die seit dem Militärputsch 2021 an der Macht ist, setzt weiterhin auf enge Zusammenarbeit mit ausländischen Söldnern, darunter vermutlich Angehörige der russischen Söldnergruppe Wagner, um die Sicherheitslage zu stabilisieren. Die Regierung kündigte an, die Militäroperationen gegen islamistische Netzwerke fortzusetzen, während internationale Organisationen vor einer weiteren Verschlechterung der humanitären Lage warnen.

Quellen: BBC News – World, BBC News – Africa