Eine Delegation der Unabhängigen Kommission für Menschenrechte Somalias (SIHRC) hat am Montag ein Gefängnis im Osten Libyens besucht, in dem Dutzende somalische Staatsbürger festgehalten werden. Der Besuch fand in Bengasi statt und war Teil einer koordinierten Anstrengung, die Lebens- und Haftbedingungen der Migranten zu dokumentieren und einen Dialog mit den libyschen Behörden zu stärken.
Die somalischen Menschenrechtler betonten, dass viele der festgehaltenen Personen auf der Durchreise nach Europa waren und in Libyen in migrantenfeindliche Razzien gerieten. Die Kommission will nun gemeinsam mit libyschen Institutionen Lösungen für die Rückführung, die rechtliche Absicherung oder die mögliche Weiterreise der Betroffenen erarbeiten. Internationale Organisationen kritisieren seit Jahren die menschenunwürdigen Bedingungen in libyschen Haftzentren, die von Migranten und Schutzsuchenden als gefährlich und oft lebensbedrohlich beschrieben werden.
Der Besuch unterstreicht die wachsende Rolle afrikanischer Länder bei der Bekämpfung von Migrationsmissständen entlang der zentralen Mittelmeerroute. Die SIHRC kündigte an, auch andere afrikanische Regierungen und die Internationale Organisation für Migration (IOM) in zukünftige Initiativen einzubinden, um die Rechte von Migranten besser zu schützen.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – North Africa