Im westugandischen Tooro-Königreich verschärft sich der Machtkampf um die Nachfolge des verstorbenen Königs Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV. Die Königinmutter, Best Kemigisa, hat die Auswahl von Prinz Edward Rukidi Kijanangoma als neuen König öffentlich zurückgewiesen. Sie wirft dem 21-köpfigen Nachfolgekomitee vor, gegen eine vorherige Vereinbarung verstoßen zu haben, die die Entscheidung erst nach der Beerdigung des Monarchen vorsah.
Kemigisa behauptet zudem, dass das vermeintliche Testament des verstorbenen Königs ignoriert wurde, in dem sein eigener minderjähriger Sohn als Erbe genannt sei. Diese Behauptungen wurden auch von BBC-Quellen bestätigt, die von einer tiefen Spaltung innerhalb der königlichen Familie berichten. Der Streit hat bereits erhebliche Spannungen innerhalb des Königreichs ausgelöst, das zwar heute nur noch kulturelle und symbolische Bedeutung besitzt, aber weiterhin über beträchtlichen Einfluss in der Region verfügt.
Behörden dementieren Zwangsmaßnahmen
Unterdessen hat die ugandische Regierung Berichte dementiert, wonach die Königinmutter unter Hausarrest stehe. Sozialmedia-Meldungen über ihre Inhaftierung oder Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit seien falsch, betonte die Regierung. Dennoch bleibt die Lage angespannt, insbesondere in Fort Portal, wo sich zahlreiche Trauergäste zur Beerdigung versammeln.
Quellen: Independent (Kampala), BBC News, Nile Post