Der Prozess gegen die ehemalige ständige Sekretärin des ugandischen Ministeriums für Handel, Geraldine Ssali, und fünf Mitangeklagte soll am 5. Dezember 2026 in Kampala beginnen. Wie das Independent (Kampala) berichtet, geht es um Vorwürfe des Betrugs und der Unterschlagung im Zusammenhang mit einer Entschädigungszahlung von 3,8 Milliarden Schilling (ca. 900.000 Euro), die angeblich für Kriegsopfer bestimmt war.
Ssali, eine hochrangige Beamte, sowie mehrere Mitglieder des Parlaments sollen Mittel abgezweigt haben, die ursprünglich zur Wiedergutmachung von Verlusten während bewaffneter Konflikte dienen sollten. Die Anklage hatte die Ermittlungen monatelang vorbereitet, bevor formelle Anklagen erhoben wurden. Der Fall zieht erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, da er Missbrauch in hohen staatlichen Ämtern thematisiert.
Die Justizbehörden betonen, dass der Prozess transparent geführt werden werde. Beobachter hoffen, dass er ein Signal gegen Korruption setzen könnte – ein wiederkehrendes Problem im öffentlichen Sektor Ugandas. Die Anhörungen werden voraussichtlich über mehrere Wochen andauern und könnten weitreichende politische Konsequenzen haben, insbesondere wenn weitere Amtsträger in die Affäre verwickelt werden.
Quellen: Independent (Kampala)