Die sudanesische Verteidigungsministerium hat am Montag bekanntgegeben, dass eine als „feindlich“ eingestufte Drohne im Bundesstaat Blauer Nil nahe der Grenze zu Äthiopien abgeschossen wurde. Wie offizielle Stellen in Khartum berichteten, sei das Fluggerät von äthiopischem Territorium aus gestartet worden. Die genaue Herkunft und der Zweck der Drohne blieben zunächst unklar.
Der Vorfall ereignete sich in einer Region, die historisch von Spannungen und territorialen Auseinandersetzungen geprägt ist. Die sudanesische Führung warnte vor möglichen Konsequenzen, falls sich solche Vorfälle wiederholen sollten. Äthiopien äußerte sich bislang nicht offiziell zu der Anschuldigung. Beobachter warnen jedoch vor einer Eskalation, da beide Länder bereits mit internen Konflikten und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind.
Die Spannungen entlang der Grenzregion zwischen Sudan und Äthiopien haben in den letzten Jahren zugenommen, insbesondere aufgrund von territorialen Streitigkeiten und der Mobilmachung von Milizen. Der Abschuss der Drohne könnte daher nicht nur ein militärischer, sondern auch ein politischer Signalakt sein, der die wachsende Nervosität in der Region widerspiegelt.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ethiopia