Sudanesische Armee bricht RSF-Sperrung von El-Obeid – Drohnenangriffe nehmen zu

Die sudanesische Armee hat nach tagelangen heftigen Kämpfen die Kontrolle über die Al-Sadarat-Straße gewonnen, eine entscheidende Versorgungsroute zur strategisch wichtigen Stadt El-Obeid in der Region Kordofan. Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden militärischen Erfolg, da die Armee damit effektiv die von den Rapid Support Forces (RSF) verhängte Belagerung der Stadt durchbrochen hat. Die Rückeroberung der Route ermöglicht voraussichtlich die Wiederaufnahme humanitärer Hilfskonvois und die Evakuierung Zehntausender eingeschlossener Zivilisten.

RSF reagiert mit Drohnenangriffen

Trotz des militärischen Rückschlags setzen die RSF ihre Angriffe mit Drohnen auf El-Obeid fort. Berichten zufolge haben die Luftangriffe in den letzten Tagen massiv zugenommen und richten sich nicht nur gegen militärische Ziele, sondern auch gegen zivile Infrastruktur. Augenzeugen berichten von Explosionen in Wohngebieten und beschädigten Krankenhäusern. Die Einschätzung internationaler Beobachter deutet darauf hin, dass die RSF durch diese Taktik die Bevölkerung unter Druck setzen und den Vormarsch der Armee verlangsamen möchte.

Hunderttausende Zivilisten in der Stadt eingeschlossen

Über 500.000 Menschen gelten als weiterhin in El-Obeid eingeschlossen, ohne ausreichenden Zugang zu Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung. Die humanitäre Lage verschlechtert sich rapide, während die Kämpfe andauern. Hilfsorganisationen warnen vor einer bevorstehenden Katastrophe, falls sich die logistischen Korridore nicht bald öffnen. Die Wiederherstellung der Al-Sadarat-Straße gilt als entscheidender Schritt, doch die Sicherheit entlang der Route bleibt ungewiss angesichts der anhaltenden Drohnenangriffe und beweglicher RSF-Einheiten in der Umgebung.

Quellen: France 24 – Africa