Sudanesische Zivilgesellschaft lehnt Militär-geführten Dialog unter El Burhan ab

Ein Bündnis sudanesischer Zivilgesellschaftsorganisationen hat den von Armeechef General Abdel Fattah al-Burhan vorgeschlagenen nationalen Dialog scharf kritisiert und als bloße ‚politische Tarnung‘ abgelehnt. Zu den ablehnenden Gruppen gehören die Darfur Women Platform, Sudan Civic Convergence Tracks, Sudan Peace Call, Tadamon und die Union’s Front. Sie betonten in einer gemeinsamen Erklärung, dass ein politischer Prozess, der von einer der Hauptkonfliktparteien kontrolliert werde, keine Glaubwürdigkeit besitzen könne.

Die Organisationen warnen, dass ein unter militärischer Führung initiiertes Verhandlungsformat die bestehenden Machtungleichgewichte weiter verschärfe und friedliche, inklusive Lösungen verhindere. Stattdessen fordern sie einen von der Zivilbevölkerung getragenen, unabhängigen politischen Übergangsprozess, der die Interessen aller Bevölkerungsgruppen – insbesondere von Binnenvertriebenen, Frauen und Jugendlichen – berücksichtige.

Parallel dazu trafen sich Vertreter der internationalen Gemeinschaft – darunter die Afrikanische Union, IGAD, EU, Arabische Liga und die Vereinten Nationen – in Khartoum, um über Friedensbemühungen und politische Perspektiven zu beraten. Obwohl diese ‚internationale Quintet‘-Initiative als möglicher Weg zu einer Lösung gilt, bleibt unklar, ob sie den Widerstand der Zivilgesellschaft gegen einen militärisch dominierten Prozess überwinden kann.

Quellen: Dabanga, AllAfrica