Sudanesisches Militär meldet Befreiung von El Obeid nach Wiedergewinnung der Versorgungsroute

Das sudanesische Militär hat verkündet, die monatelange Belagerung von El Obeid im Bundesstaat Kordofan durchbrochen zu haben. Grund für die strategische Wende sei die Wiedergewinnung einer zentralen Versorgungsroute, die die Armee nach intensiven Gefechten mit der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) kontrollieren kann.

El Obeid, die Hauptstadt des nördlichen Kordofan, war eine der ersten größeren Städte, die nach Ausbruch des Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und den RSF im April 2023 in den Fokus der Kämpfe rückte. Die Stadt galt lange als umkämpftes Zentrum, in dem humanitäre Hilfslieferungen seit Monaten blockiert waren. Die Armee betonte, die Wiederherstellung der Verbindung erlaube nun die Einfuhr lebenswichtiger Güter und die Evakuierung Verletzter.

Die RSF, die bisher weite Teile Westsudans kontrolliert, hat die Meldung bisher nicht kommentiert. Beobachter warnen jedoch, dass die Lage weiter instabil sei und Gegenangriffe jederzeit möglich seien. Die Region bleibt von massiven humanitären Nöten betroffen, während internationale Vermittlungsversuche bislang kaum Fortschritte erzielt haben.

Quellen: France 24 – Africa