Die internationale Friedensinitiative für den Sudan, das sogenannte „Quintet“, droht an mangelndem Vertrauen zu scheitern. Wie das Ayin Network berichtet, boykottieren führende politische Kräfte in Sudan das fünfteilige Vermittlungsgremium, das aus den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, der Europäischen Union, der IGAD und der Arabischen Liga besteht. Die Gruppe wurde ursprünglich eingerichtet, um den Sudan von politischen Beratungen hin zu einem strukturierten Übergangsprozess zu führen.
Die Boykotte und Vorwürfe der Parteilichkeit untergraben die Glaubwürdigkeit des Mechanismus in entscheidenden Phasen des Friedensprozesses. Kritiker argumentieren, dass die Zusammensetzung des Gremiums bestimmte politische Interessen bevorzuge und nicht ausreichend die Zivilgesellschaft oder bewaffnete Gruppen einbeziehe, die maßgeblich am Konflikt beteiligt sind.
Ohne breite Akzeptanz droht die Initiative wirkungslos zu bleiben. Beobachter warnen, dass eine Eskalation des Konflikts droht, wenn keine glaubwürdige politische Alternative zur Eskalation geschaffen wird. Die internationale Gemeinschaft steht nun vor der Aufgabe, das Vertrauen in den Prozess wiederherzustellen und eine inklusivere Plattform für Dialog zu schaffen.
Quellen: AllAfrica – East Africa