Südafrikanische Führung ruft zur Einheit angesichts regionaler Krisen auf

Der zweite Vizepräsident Malawis, Enock Chihana, hat heute einen dringenden Appell an die Staats- und Regierungschefs der Südlichen Afrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) gerichtet. Angesichts mehrerer eskalierender Krisen in der Region – darunter die anhaltenden Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo, Madagaskar und Mosambik – mahnte er eine stärkere Einigkeit und Kooperation an.

Chihana betonte, dass die Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden könnten. „Wir brauchen Offenheit, gegenseitigen Respekt und ein gemeinsames Ziel“, sagte er in seiner Ansprache. Die SADC müsse als verlässlicher Akteur für Frieden und Stabilität auftreten, insbesondere in Ländern wie Mosambik, wo islamistische Aufständische in der Provinz Cabo Delgado weiterhin für Unsicherheit sorgen.

Sein Aufruf kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Die SADC hat bereits Truppenkontingente nach Mosambik entsandt, um die dortige Armee bei der Bekämpfung der Rebellen zu unterstützen. Gleichzeitig steigt die humanitäre Not in der nördlichen Region, wo Zehntausende Menschen vertrieben wurden.

Chihana plädierte dafür, diplomatische Kanäle zu stärken und militärische Maßnahmen mit politischen Lösungsansätzen zu verbinden. Er forderte zudem eine transparente Kommunikation zwischen den Mitgliedstaaten, um Misstrauen und regionale Spaltung zu verhindern.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa