Der ehemalige Präsidentschaftskandidat und Oppositionsführer Venancio Mondlane hat schwere Vorwürfe gegen die mosambikanische Polizei erhoben. Als Anführer der Nationalen Allianz für ein Freies und Autonomes Mosambik (Anamola) beschuldigte er die Polizei der Republik Mosambik (PRM), gezielt Personen aus dem Weg zu räumen, die politisch anders denken.
Mondlane äußerte seine Kritik in einer Stellungnahme aus der Hauptstadt Maputo. Er warf den Sicherheitskräften vor, zunehmend autoritär aufzutreten und friedliche politische Opposition durch Einschüchterung und Gewalt zu bekämpfen. Seine Aussagen deuten auf eine sich verschärfende Spannung zwischen staatlichen Institutionen und oppositionellen Kräften hin.
Die Anschuldigungen fallen in eine Zeit politischer Unsicherheit im südostafrikanischen Land, das bereits mit regionalen Konflikten, wirtschaftlichen Herausforderungen und Sicherheitsproblemen in ländlichen Gebieten kämpft. Bislang hat sich die Polizeiführung oder die Regierung von Präsident Filipe Nyusi nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert.
Beobachter warnen vor einer weiteren Polarisierung des politischen Klimas in Mosambik, insbesondere im Hinblick auf anstehende Wahlen und die Rolle staatlicher Sicherheitsorgane bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa