Präsident Kaïs Saïed hat am Dienstag im Präsidentenpalast von Carthage die Premierministerin Sarra Zaafrani Zenzri sowie den Minister für Wirtschaft und Planung, Samir Abdelhafidh, zu Beratungen über den Entwurf des Finanzgesetzes 2027 empfangen. Laut Mitteilung der staatlichen Agentur Tunis Afrique Presse (TAP) betonte Saïed bei dem Treffen die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik, die auf weniger Steuern und weniger Bürokratie setzt.
Im Zentrum der Gespräche standen Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäftsklimas, die Stärkung der öffentlichen Finanzen und die Förderung nachhaltiger Entwicklung. Der Präsident verlangte von der Regierung mehr Effizienz und Transparenz bei der Umsetzung wirtschaftlicher Reformen. Ziel sei es, die Lebensbedingungen der tunesischen Bürger zu verbessern und gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität des Landes zu sichern.
Der Finanzgesetzesentwurf 2027 wird in den kommenden Wochen vom Parlament debattiert. Beobachter erwarten, dass er strukturelle Anpassungen vorsieht, um den Druck auf den Staatshaushalt zu verringern und Investitionen anzukurbeln. Gleichzeitig warnen Wirtschaftsexperten vor möglichen sozialen Auswirkungen, falls Einsparungen im öffentlichen Sektor oder bei Subventionen zu kurzfristigen Belastungen für Haushalte führen.
Quellen: AllAfrica – North Africa