Ubumuntu Arts Festival schließt mit Appell für Heilung und kreative Investitionen

Das 12. Ubumuntu Arts Festival, eine der bedeutendsten kulturellen Veranstaltungen in Ruanda, fand am Sonntag in Kigali einen feierlichen Abschluss. Unter dem Motto „Investiere in die Grundlagen, dann kommt die Stimmung“ richteten Organisatoren und Künstler einen eindringlichen Appell an die Gesellschaft: Kunst sei kein Luxus, sondern ein zentraler Baustein für Heilung, Frieden und nationale Entwicklung.

Präsident Paul Kagame hatte während einer Rede Anfang der Woche betont, dass langfristiger Erfolg nicht auf Stimmung, sondern auf solide Strukturen aufbaue – eine Haltung, die das Festival nun in künstlerischer Form aufgriff. Die diesjährige Ausgabe brachte Tausende Besucher aus dem In- und Ausland zusammen und bot eine Plattform für Theater, Tanz, Musik und visuelle Kunst mit Schwerpunkt auf Versöhnung und kollektive Heilung.

Auf der Abschlussveranstaltung kündigten die Organisatoren mehrere neue Initiativen an, darunter ein Programm zur psychischen Betreuung von Künstlerinnen und Künstlern sowie die Errichtung eines permanenten kreativen Zentrums. Dieses soll künftig als Hub für kulturelle Innovation, Ausbildung und internationale Zusammenarbeit dienen.

Das Festival, das seinen Namen vom ruandischen Konzept des „Ubumuntu“ – Menschlichkeit und Gemeinschaft – ableitet, hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des kulturellen Kalenders entwickelt. Es verbindet ästhetische Qualität mit gesellschaftlicher Verantwortung und hebt hervor, wie Kunst nach wie vor eine tragende Rolle im Prozess der nationalen Wiederaufbauung spielt.

Quellen: AllAfrica – Central Africa