Über 300 Migranten vor Mauretanien von manövrierunfähigem Boot gerettet

Die mauretanische Küstenwache hat am Sonntagabend mehr als 300 Migranten aus einem manövrierunfähigen Holzboot vor der Küste des Landes gerettet. Das Boot, das nach offiziellen Angaben stark überladen war und bereits im Sinken begriffen war, wurde in der Nähe der Hauptstadt Nouakchott entdeckt. Die Geretteten, darunter Frauen und Kinder, wurden sicher an Land gebracht und medizinisch versorgt.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Migranten aus verschiedenen westafrikanischen Ländern stammen und die gefährliche Route über den Atlantik zu den spanischen Kanarischen Inseln einschlagen wollten. Diese Route hat in den letzten Jahren stark an Beliebtheit zugenommen, ist aber auch deutlich lebensgefährlicher als andere Migrationswege. Laut Internationaler Organisation für Migration (IOM) sind seit 2020 Tausende Menschen auf dieser Strecke ums Leben gekommen.

Mauretanien gilt als einer der wichtigsten Transitländer für Migranten, die von Westafrika aus nach Europa gelangen wollen. Trotz verstärkter Patrouillen und internationaler Unterstützung bleibt die Kontrolle der langen Atlantikküste eine Herausforderung. Die Rettungsaktion unterstreicht erneut die prekäre Lage tausender Menschen, die unter oft lebensbedrohlichen Bedingungen auf der Suche nach einem besseren Leben in Europa sind.

Quellen: ARD Tagesschau – Ausland