Das Parlament von Uganda hat am Donnerstag die Entsendung von Soldaten der Uganda People’s Defence Force (UPDF) in den Gazastreifen offiziell gebilligt. Die Entscheidung folgt auf eine hitzige Debatte unter Abgeordneten, bei der Sicherheitsbedenken ebenso thematisiert wurden wie die diplomatische Bedeutung des Engagements.
Laut offiziellen Angaben soll die UPDF an einer international koordinierten humanitären Friedensmission teilnehmen, die darauf abzielt, die Lage in der Krisenregion zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine langfristige Lösung des Konflikts zu verbessern. Die genaue Größe der Truppe sowie ihre konkreten Aufgaben vor Ort werden voraussichtlich in den kommenden Tagen vom Verteidigungsministerium bekannt gegeben.
Die Regierung betont, dass der Einsatz nicht kämpfend, sondern rein friedenserhaltend und unterstützend ausgerichtet sei. Geplant sei die Unterstützung bei der Versorgung der Zivilbevölkerung, Schutz von Hilfskonvois und Koordination mit anderen multinationalen Kräften. Uganda hat bereits in der Vergangenheit an AU- und UN-Friedensmissionen in Afrika teilgenommen; dieser Einsatz markiert jedoch die erste militärische Präsenz des Landes im Nahen Osten.
Internationale Partner begrüßten die Zusage Ugandas als Zeichen globaler Solidarität. Kritiker innerhalb des Parlaments warnten jedoch vor möglichen Risiken für die Soldaten und fragten nach der rechtlichen Grundlage sowie der Finanzierung des Einsatzes. Die Exekutive versicherte, dass alle Maßnahmen im Einklang mit internationalem Recht und unter Beteiligung der Vereinten Nationen erfolgen würden.
Quellen: AllAfrica – East Africa