Die ugandische Regierung hat einen bedeutenden Schritt zur Digitalisierung und Vereinheitlichung ihrer Verwaltungsdaten unternommen. Wie das Kabinett am Montag bekanntgab, wird die von der National Identification and Registration Authority (NIRA) ausgestellte National Identification Number (NIN) künftig automatisch auch als Steueridentifikationsnummer (TIN) gelten.
Diese Entscheidung zielt darauf ab, bürokratische Hürden abzubauen und die Effizienz der Steuereintreibung zu erhöhen. Bisher mussten Bürger die NIN für staatliche Dienstleistungen und eine separate TIN für steuerliche Angelegenheiten beantragen. Künftig wird ein einheitliches Nummernsystem die Identifizierung von Steuerzahlern vereinfachen und die Datenintegration zwischen NIRA und der Uganda Revenue Authority (URA) ermöglichen.
Experten sehen in der Maßnahme einen Fortschritt bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung und der Ausweitung der Steuerbasis. Gleichzeitig werden Datenschutzfragen diskutiert, da die Vernetzung sensibler personenbezogener Daten erhebliche Sicherheitsanforderungen stellt. Die Regierung versicherte jedoch, dass strenge Datenschutzmaßnahmen und sichere Dateninfrastrukturen gewährleistet seien.
Quellen: Nile Post