UN warnen vor humanitärer Katastrophe: Millionen in Südsudan drohen Lebensmittelhilfe zu verlieren

Die humanitäre Lage im Südsudan verschärft sich weiter: Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt, dass mehr als eine Million besonders schutzbedürftige Menschen bereits ab nächstem Monat keine lebensrettende Nahrungsmittel- und Ernährungshilfe mehr erhalten könnten. Grund sei der dramatische Mangel an finanziellen Mitteln, mit dem die Hilfsorganisationen zunehmend kämpfen.

Wie Africanews unter Berufung auf das WFP berichtet, leidet der Südsudan weiter unter den Folgen jahrelanger Konflikte, wiederkehrender Überschwemmungen und wirtschaftlicher Instabilität. Diese Faktoren haben die Ernährungssicherheit massiv beeinträchtigt. Die Zahl der Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, steigt kontinuierlich.

Das WFP betont, dass die ausbleibenden Spenden besonders verheerende Folgen für Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen haben könnten. Mangelernährung sei in vielen Regionen bereits weit verbreitet, und ein Wegfall der Hilfslieferungen könnte zu einem Anstieg von Todesfällen führen.

Die bevorstehende 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York am 22. September wird voraussichtlich auch die Krisen in Sudan und im Ostkongo thematisieren. Diplomatische Kreise hoffen, dass dort mehr Aufmerksamkeit und Mittel für die unterfinanzierten Hilfsmissionen in der Region mobilisiert werden können.

Quellen: Africanews EN, The Africa Report