Die Vereinten Nationen haben am Freitag die internationale Gemeinschaft über eine sich zuspitzende Menschenrechtskatastrophe im Sudan informiert. In der Stadt El-Obeid, die bereits seit 18 Monaten unter extremen Bedingungen leidet, warnte UN-Menschenrechtskommissar Volker Turk vor einer drohenden Offensive der Rapid Support Forces (RSF). Die Zivilbevölkerung ist stark betroffen und leidet unter belagerungsähnlichen Zuständen, die ihre Grundbedürfnisse nicht mehr decken lassen.
In seiner Erklärung betonte Turk, dass die Situation in El-Obeid nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern Teil eines größeren Konfliktes im Sudan ist, der seit dem Beginn der Kämpfe in Khartoum vor drei Jahren anhält. Die Zivilbevölkerung sei nicht nur physischer Gewalt ausgesetzt, sondern auch systematischen Menschenrechtsverletzungen, die in vielen Teilen des Landes verübt werden.
Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die Zivilbevölkerung zu schützen und humanitäre Hilfe zu leisten. Die UN warnen, dass das Versagen, auf diese Krise zu reagieren, katastrophale Folgen für die Menschen im Sudan haben könnte.
Quellen: France 24, ZEIT Online, Al Jazeera English