Der anhaltende Bürgerkrieg in Sudan hat laut einem aktuellen UN-Hinweis eine dramatische humanitäre Krise im Bildungsbereich ausgelöst. Über 8 Millionen Kinder und Jugendliche im Land haben derzeit keinen Zugang zu schulischem Unterricht, warnte die Organisation. Fast drei Viertel aller Schulgebäude seien entweder beschädigt, zerstört, als Unterkünfte für Binnenflüchtlinge genutzt oder aufgrund der Kämpfe geschlossen.
Die Vereinten Nationen betonen, dass die Bildungsunterbrechung langfristige Folgen für die gesamte Gesellschaft haben könne. „Dieser Konflikt bedroht die Zukunft einer ganzen Generation“, hieß es in der Warnung. Viele Kinder seien nicht nur vom Lernen ausgeschlossen, sondern auch von grundlegenden Schutzstrukturen, was sie besonders anfällig für Gewalt, Rekrutierung und Ausbeutung mache.
Die UN fordert dringende Maßnahmen zur Wiedereröffnung von Schulen und zur Sicherstellung von Bildung in Notlagen. Internationale Geber und humanitäre Organisationen müssten stärker zusammenarbeiten, um Bildungsprogramme auch in Krisengebieten aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wird ein dauerhafter Waffenstillstand als Voraussetzung für jeden Wiederaufbau betont.
Quellen: Al Jazeera English, The Guardian – World