Ein US-amerikanisches Bundesgericht hat entschieden, dass die Regierung unter Präsident Trump den vorübergehenden Schutzstatus (Temporary Protected Status, TPS) für Hunderte sudanesische Staatsbürger beenden darf. Die Entscheidung folgt auf eine frühere Richtervorgabe und setzt eine umstrittene Politik fort, die bereits für andere Krisenländer wie Haiti und Syrien angewandt wurde.
Der TPS ermöglichte es sudanesischen Einwanderern, legal in den USA zu leben und zu arbeiten, nachdem sie aufgrund von Krieg und humanitärer Notlage in ihre Heimat nicht zurückkehren konnten. Die nun bevorstehende Aufhebung des Status stellt viele Betroffene vor die Wahl zwischen Abschiebung in ein instabiles Heimatland oder illegalem Verbleib in den USA.
Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Vorgehen scharf. Sie weisen darauf hin, dass der Krieg in Sudan weiterhin eine massive humanitäre Krise verursacht und eine Rückkehr lebensgefährlich sei. Die US-Behörden argumentieren jedoch, dass die Bedingungen für den Schutzstatus nicht mehr erfüllt seien, obwohl unabhängige Berichte das Gegenteil belegen.
Die betroffenen sudanesischen Gemeinschaften in den USA bereiten sich auf rechtliche Schritte vor, um die Entscheidung anzufechten. Internationale Beobachter warnen, dass die Maßnahme ein Signal an andere Länder sein könnte, humanitären Schutz in Konfliktfällen zurückzuziehen – zu einem Zeitpunkt, da die Krise in Sudan weiter eskaliert.
Quellen: Al Jazeera English, The Guardian – World