Verheerender Bergsturz in Zentralafrikanischer Republik: Über 100 Goldgräber getötet

Ein verheerender Bergsturz in einem illegalen Goldbergwerk an der Grenze zwischen der Zentralafrikanischen Republik und Kamerun hat mindestens 107 Menschen das Leben gekostet. Rettungskräfte berichten von schweren Bergungsarbeiten in den Trümmern des eingestürzten Schachtes, wo zunächst etwa 30 Tote gemeldet wurden. In den vergangenen Stunden wurden jedoch weitere Leichen geborgen, wodurch sich die Zahl der Todesopfer deutlich erhöhte.

Der Vorfall ereignete sich in einer abgelegenen Region, in der informelle und oft unregulierte Goldminen zahlreiche Arbeiter anziehen, die unter extrem gefährlichen Bedingungen arbeiten. Augenzeugen berichten von fehlenden Sicherheitsvorkehrungen, provisorischen Schächten und einer hohen Abhängigkeit lokaler Gemeinden von dieser riskanten Einkommensquelle. Die genaue Identität der Getöteten ist bislang unbekannt, doch viele sollen tagelöhnerartig in der Mine beschäftigt gewesen sein.

Aufruf zu mehr Aufsicht im Bergbausektor

Die Katastrophe hat international Empörung ausgelöst und führende Organisationen zu Forderungen nach strengerer Kontrolle des Minenbetriebs in der Region aufgerufen. Vertreter von RFI und anderen Nachrichtendiensten betonen, dass solche Unfälle auf strukturelle Mängel hinweisen: mangelnde staatliche Regulierung, fehlende Sicherheitsstandards und die Ausbeutung von Arbeitskräften in informellen Sektoren. Die Regierung der Zentralafrikanischen Republik steht zunehmend unter Druck, den illegalen Goldabbau einzudämmen und gleichzeitig Alternativen für betroffene Gemeinden zu schaffen.

Experten warnen, dass solche Minen durch die hohe Nachfrage nach Gold und wirtschaftliche Notlagen weiterhin anziehend bleiben. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, nicht nur auf Sicherheit, sondern auch auf nachhaltige wirtschaftliche Entwicklungsstrategien in der Region zu setzen.

Quellen: AllAfrica – Latest, Premium Times Nigeria