Windhoek kritisiert unzureichende RFA-Finanzierung für Straßeninstandhaltung

Die Stadtverwaltung von Windhoek hat erneut scharfe Kritik an der Road Fund Administration (RFA) geübt und deren chronische Unterfinanzierung als Hauptgrund für den schlechten Zustand der städtischen Straßen genannt. Laut Angaben der Stadt erhielt sie in den vergangenen fünf Jahren weniger als 10 Prozent der benötigten Mittel, um die Infrastruktur angemessen zu warten und zu sanieren.

Die Folgen seien mittlerweile allgegenwärtig: Schlaglöcher, beschädigte Fahrbahnen und eingeschränkte Zugänglichkeit in bestimmten Stadtteilen behindern den Verkehr und erhöhen die Gefahr von Unfällen. Auch die Lebensdauer von Fahrzeugen werde durch die schlechten Straßenbedingungen erheblich verkürzt.

Die RFA, eine staatliche Einrichtung, die aus Kraftstoffsteuern und anderen Verkehrseinnahmen finanziert wird, soll eigentlich die Finanzierung von Straßenerhaltungsmaßnahmen im ganzen Land sicherstellen. Windhoek wirft der Behörde jedoch mangelnde Transparenz und eine ineffiziente Mittelverteilung vor, die besonders städtische Kommunen benachteilige.

Die Stadtverwaltung fordert nun eine umfassende Reform der RFA sowie eine gerechtere Verteilung der Mittel, um dringende Reparaturen durchführen zu können. Ohne ausreichende Unterstützung auf nationaler Ebene werde es nicht gelingen, den infrastrukturellen Rückstand aufzuholen, warnte ein Sprecher der Stadt.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business