Die Reise von Jacob Zuma, dem ehemaligen Präsidenten Südafrikas, nach Indien hat in der Heimat für Aufregung gesorgt. Der Grund: Zuma traf sich dort mit einem Bruder der Gupta-Familie, die in einen der größten Korruptionsskandale des Landes verwickelt ist. Diese Begegnung wird von vielen als ein Schlag ins Gesicht für die südafrikanische Bevölkerung und deren Bemühungen um Transparenz und Gerechtigkeit angesehen.
Die Gupta-Familie ist seit Jahren eine Quelle des Skandals in Südafrika, da sie enge Verbindungen zu Zuma hatte und beschuldigt wird, die Regierung für eigene Vorteile manipuliert zu haben. Minister haben Zumas Entscheidung, sich mit einem Gupta-Bruder zu treffen, scharf kritisiert und bezeichneten es als einen „mittelfinger gegen Südafrika“.
Die Wut über Zumas Verhalten ist besonders stark, da der Korruptionsskandal in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und die südafrikanische Gesellschaft stark polarisiert hat. Viele Bürger fordern immer noch eine umfassende Aufklärung und die strafrechtliche Verfolgung der verantwortlichen Akteure, während Zuma weiterhin für seine Taten in der Vergangenheit zur Rechenschaft gezogen werden sollte.
Diese jüngste Episode zeigt, wie tief die Gräben in der südafrikanischen Politik sind und wie die Erinnerungen an vergangene Skandale immer noch die aktuelle politische Landschaft beeinflussen.
Quellen: BBC News, FAZ Online