Seit dem 27. Juli befinden sich zwei französische Staatsbürger in Togo in Untersuchungshaft, wie das französische Außenministerium am Dienstag mitteilte. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Journalisten und Filmregisseure, die für eine französische Produktionsfirma arbeiten. Lokale Medien berichteten, dass die beiden Männer im Rahmen einer Dreharbeit in Togo waren, als sie festgenommen wurden.
Die genauen Gründe für die Festnahme sowie der Stand der gerichtlichen Untersuchung wurden vonseiten der französischen Behörden nicht näher erläutert. Auch die togolesischen Behörden äußerten sich bislang nicht öffentlich zu dem Fall. Die französische Regierung bestätigte lediglich, dass diplomatische Kanäle genutzt werden, um den Fall zu verfolgen und Konsularrechte sicherzustellen.
Die Inhaftierung ausländischer Journalisten in Westafrika wirft regelmäßig Fragen zur Meinungs- und Pressefreiheit in der Region auf. Togo, ein kleiner Staat an der Westküste Afrikas, wird seit Jahrzehnten von der Familie Gnassingbé regiert. Präsident Faure Gnassingbé steht seit 2005 an der Macht und hat in den letzten Jahren zunehmend Kritik von Menschenrechtsorganisationen wegen der Einschränkung demokratischer Freiheiten erfahren.
Der aktuelle Fall könnte zu einer diplomatischen Spannung zwischen Paris und Lomé führen. Frankreich betont regelmäßig die Bedeutung der Pressefreiheit und des Schutzes von Journalisten im Ausland. Bislang bleibt unklar, ob den beiden Männern konkrete Straftaten vorgeworfen werden oder ob es sich um eine vorübergehende Maßnahme im Rahmen einer laufenden Ermittlung handelt.
Quellen: France 24 – Africa