In Indien haben extreme Temperaturen gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Einkünfte der ärmsten Arbeiter. Laut einer aktuellen Studie des International Institute for Environment and Development (IIED) leiden viele Outdoor-Arbeiter unter Einkommensverlusten von bis zu 9 % aufgrund der hohen Temperaturen. Diese Entwicklung wird als ‚Armutsmultiplikator‘ bezeichnet, da sie die finanziellen Herausforderungen für bereits benachteiligte Bevölkerungsgruppen verstärkt.
Die Forschung zeigt, dass die steigenden Temperaturen nicht nur das Wohlbefinden der Arbeiter beeinträchtigen, sondern auch ihre Fähigkeit, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Viele sind gezwungen, ihre Arbeitszeiten zu reduzieren oder ihre Tätigkeiten ganz einzustellen, um gesundheitlichen Risiken zu entgehen. Diese Auswirkungen sind besonders besorgniserregend in einem Land, in dem ein erheblicher Teil der Bevölkerung von Gelegenheitsjobs im Freien abhängig ist.
Die Studie macht deutlich, dass der Klimawandel und die damit verbundenen extremen Wetterbedingungen eine ernsthafte Bedrohung für die wirtschaftliche Stabilität und das soziale Wohlergehen in Indien darstellen. Es wird eine dringende Notwendigkeit gesehen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern und die Arbeitsbedingungen der betroffenen Bevölkerungsgruppen zu verbessern.
Quellen: The Guardian, Channel News Asia