Der Präsident von Osttimor, José Ramos-Horta, hat während seiner Rede auf dem Shangri-La Dialogue am 30. Mai 2026 die ASEAN-Staaten aufgefordert, den Südchinesischen Meer als eine Zone des Friedens zu deklarieren. In seinem eindringlichen Appell kritisierte er die weltweiten Führer und bezeichnete ihr Versagen als „abysmal“ in Bezug auf die Wahrung der globalen Ordnung.
Ramos-Horta betonte die Wichtigkeit einer kollektiven Anstrengung in der Region, um Spannungen abzubauen und einen stabilen Frieden zu fördern. Er erklärte, dass der Südchinesische Meer nicht nur für die Anrainerstaaten, sondern für die gesamte internationale Gemeinschaft von Bedeutung sei. Die Schaffung einer Friedenszone könnte dazu beitragen, Konflikte zu vermeiden und die Sicherheit in dieser strategisch wichtigen Wasserstraße zu gewährleisten.
Sein Aufruf kam zu einem Zeitpunkt, als die geopolitischen Spannungen in der Region zunehmen. Osttimor, als Teil der ASEAN, sieht sich in der Verantwortung, aktiv zur Lösung solcher Konflikte beizutragen. Ramos-Horta forderte die ASEAN dazu auf, mit Entschlossenheit und Mut zu handeln und eine Vorreiterrolle in der Förderung des Friedens einzunehmen.
Quellen: Channel News Asia