Die südkoreanische Polizei hat am Dienstag die Zentrale von Starbucks Korea in Seoul durchsucht. Hintergrund ist eine umstrittene Marketingkampagne, die an den Jahrestag des Gwangju-Massakers von 1980 erinnert. Diese Aktion, bekannt als „Tank Day“, hat in der Öffentlichkeit für erheblichen Aufruhr gesorgt, da Kritiker behaupten, sie trivialisiere die ernsthaften Ereignisse, die zur pro-demokratischen Bewegung in Südkorea führten.
Bei der Durchsuchung suchten die Ermittler nach Beweisen, die auf eine mögliche Verharmlosung der historischen Ereignisse hindeuten könnten. Die Kampagne von Starbucks Korea hat in den sozialen Medien und in der Presse eine Welle der Empörung ausgelöst, da viele Bürger der Meinung sind, dass derartige Werbemaßnahmen den historischen Kontext ignorieren und die Bedeutung des Massakers nicht angemessen würdigen.
Die südkoreanische Gesellschaft hat eine lange Geschichte des Kampfes für Demokratie, und das Gwangju-Massaker, bei dem Hunderte von Menschen während der Proteste gegen das Militärregime getötet wurden, bleibt ein zentrales Thema im kollektiven Gedächtnis des Landes. Starbucks Korea hat bislang keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben, und die laufenden Ermittlungen könnten weitreichende Folgen für das Unternehmen haben.
Quellen: The Guardian