Während seines Aufenthalts in Peking hat US-Präsident Donald Trump das Thema der Inhaftierung des Hongkonger Demokratieaktivisten Jimmy Lai angesprochen. Lai, ein prominenter Kritiker der chinesischen Regierung, ist seit einiger Zeit inhaftiert. Trump wurde von Xi Jinping zu verstehen gegeben, dass die Freilassung Lais ein „schwieriges Thema“ sei.
Familie und Unterstützer Lais hatten gehofft, dass Trump während der Gespräche in Peking Druck auf die chinesische Führung ausüben könnte, um Lais Freilassung zu erreichen. Doch Trumps Aussage lässt darauf schließen, dass die US-Regierung in dieser Angelegenheit wenig Einfluss ausüben kann. Die Gespräche zwischen den beiden Staatsoberhäuptern konzentrierten sich auf die Verbesserung der bilateralen Beziehungen, jedoch bleibt die Frage der Menschenrechte ein heikles Thema.
Analysten betrachten die Reaktionen als Indiz dafür, dass die Beziehungen zwischen den USA und China weiterhin von Misstrauen geprägt sind. Die Aussicht auf eine positive Entwicklung für Lai und andere politische Gefangene in Hongkong scheint momentan gering zu sein.
Quellen: The Guardian, ZEIT Online