Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ist am Montag in Nordkorea eingetroffen, um sich mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-un zu treffen. Der Besuch, der als Versuch gewertet wird, die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern zu stärken, kommt in einer Zeit, in der Nordkorea zunehmend enge Beziehungen zu Russland pflegt und die Handelsverbindungen zu China während der Pandemie zurückgegangen sind.
Xi Jinping betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit und rief Nordkorea dazu auf, sich gemeinsam mit China gegen Bestrebungen zu stellen, die Militarisierung in der Region zu fördern. Dies könnte als subtile Kritik an Japan interpretiert werden, das kürzlich mit den Philippinen über maritime Grenzen gesprochen hat. Xi sieht in Nordkorea einen strategisch wichtigen Partner, um Chinas Einfluss in der Region zu festigen.
Der Besuch ist auch ein Zeichen dafür, dass China versucht, seine Rolle als stabilisierender Faktor in der Region zu behaupten, während es gleichzeitig die Herausforderungen durch die USA und deren Verbündete meistert. In diesem Kontext wird erwartet, dass Xi und Kim über verschiedene Themen diskutieren, die von wirtschaftlicher Zusammenarbeit bis hin zu sicherheitspolitischen Fragen reichen.
Quellen: Japan Times, The Guardian