Im bayerischen Augsburg steht ein 15-Jähriger vor Gericht, der wegen eines geplanten Anschlags auf eine Synagoge unter Terrorverdacht steht. Wie aus den Anklagedokumenten hervorgeht, hatte der Jugendliche eine beträchtliche Menge Sprengstoff hergestellt und gelagert, um damit eine schwere staatsgefährdende Gewalttat zu verüben. Bei Experimenten mit selbstgebauten Sprengvorrichtungen verlor er zwei Finger – ein Hinweis, der die Behörden schließlich auf seine Spur brachte.
Die Ermittlungen führten zu einer Hausdurchsuchung, bei der nicht nur gefährliche Chemikalien, sondern auch propagandistische Materialien sichergestellt wurden. Der Verdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen und soll sich nun vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Die geplante Zielstätte – eine Synagoge – unterstreiche die besorgniserregende Dimension des Falls, so die Ermittler.
Die bayerische Justiz betont, dass auch bei jugendlichen Beschuldigten im Bereich politisch motivierter Gewalt konsequent ermittelt werde. Der Fall wirft erneut Fragen nach der Radikalisierung junger Menschen im digitalen Raum auf. Die jüdische Gemeinde in Augsburg hat indes Sicherheitsmaßnahmen verschärft und steht in engem Kontakt mit den Behörden. Die Polizei versicherte, die Lage sei unter Kontrolle und die Gefahr gebannt.
Quellen: ntv – Nachrichten, T-Online Nachrichten