Reisende auf der Achse zwischen dem Ruhrgebiet und München müssen seit Anfang des Jahres besonders viel Geduld mitbringen. Eine aktuelle Analyse von Bahn-Daten durch den Tagesspiegel belegt, dass Fernzüge auf dieser Verbindung im Jahr 2026 deutschlandweit am häufigsten verspätet sind. Besonders betroffen sind ICE- und IC-Züge, die entlang der Nord-Süd-Korridore unterwegs sind.
Die Daten zeigen, dass mehr als 60 Prozent der Züge zwischen Duisburg oder Essen und München im Schnitt über 30 Minuten Verspätung hatten. Auch Verbindungen ab Berlin Richtung Süden weisen deutliche Einbußen auf, doch besonders langwierig bleibt die Fahrt aus dem westdeutschen Ballungsraum. Grund dafür seien laut Experten infrastrukturelle Engpässe, Baustellen entlang der Strecke sowie ein hoher Verkehrsaufkommen im Alpenvorland.
Die Deutsche Bahn hat mittlerweile angekündigt, zusätzliche Kapazitäten prüfen zu wollen, insbesondere während der Hauptreisezeiten. Für Pendler und Touristen, die aus NRW oder Berlin nach Bayern reisen, bedeutet dies jedoch weiterhin, mindestens eine Stunde Pufferzeit einzuplanen. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft fordert zudem verstärkte Investitionen in die Schieneninfrastruktur, um die Zuverlässigkeit des Fernverkehrs langfristig zu verbessern.
Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 27.08.2026 12:12)