Lichtenbergs CDU-Bürgermeister kritisiert A100-Ausbau: „Dafür fehlt mir die Fantasie“

Der Lichtenberger CDU-Bürgermeister Martin Schaefer hat sich skeptisch zum geplanten Ausbau der Autobahn A100 geäußert. Auf einem öffentlichen Podium äußerte er, dass ihm für die Argumente der Befürworter des Projekts „die Fantasie fehle“. Damit stellte sich Schaefer ungewöhnlich weit in Richtung der langjährigen Kritiker des Autobahnausbaus, darunter vor allem die Grünen und Umweltverbände.

Die Debatte um die A100 begleitet Berlin seit Jahrzehnten. Während Befürworter den Ausbau als notwendig für die Verkehrsentlastung sehen, warnen Gegner vor zusätzlichen Emissionen, Lärm und dem Verlust von Grünflächen. Schaefer, selbst Mitglied der CDU, die sich traditionell für den Ausbau starkmacht, betonte auf dem Podium jedoch die Gültigkeit einiger Argumente aus der Bürgerinitiative. Er hinterfragte insbesondere, ob die prognostizierten Verkehrsverbesserungen tatsächlich eintreten würden.

Seine kritische Haltung könnte innerhalb seiner Partei für Diskussionen sorgen. Dennoch unterstrich Schaefer, dass er keine pauschale Ablehnung vertrete, sondern eine fundierte Neubewertung der Planungen fordere. Die Senatsverwaltung für Verkehr hält bisher am Projekt fest, kündigte aber an, alle Stellungnahmen ernst zu nehmen. Die Entscheidung über die weitere Planung soll in den kommenden Monaten fallen.

Quellen: Der Tagesspiegel