Angriff auf St. Pauli nach CSD-Parade: Staatsschutz ermittelt wegen Hasskriminalität

Nach der diesjährigen CSD-Parade in Hamburg hat sich ein Vorfall mit fremdenfeindlichem Hintergrund ereignet. Wie die Polizei mitteilt, wollte eine 30-jährige Frau einer anderen Person beistehen, die von drei Männern auf St. Pauli belästigt wurde. Als sie eingriff, wurde sie selbst Ziel der Attacke.

Demnach verfolgten die drei Männer die Zeugin, bedrohten sie verbal und brachten sie schließlich zu Boden. Erst durch das Einschreiten weiterer Passanten konnte die Situation beendet werden. Die Frau erlitt leichte Verletzungen und erstattete Anzeige. Die Täter konnten zunächst flüchten, ihre Identität ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft hat den Staatsschutz eingeschaltet, da ein Motiv aus Hass gegen lesbische, schwule oder queere Personen nicht ausgeschlossen werden kann. Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit während und nach großen Demonstrationen auf. Die Hamburger Behörden betonen, dass jedes Gewaltverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung des Opfers besonders ernst genommen werde.

Die Initiative „CSD Hamburg“ verurteilte den Angriff scharf und forderte mehr Schutzräume sowie bessere polizeiliche Präsenz bei zukünftigen Veranstaltungen. Gleichzeitig appellierten Aktivist:innen an die Solidarität in der Stadtgesellschaft.

Quellen: Welt Online