Anja Kampmann, in Hamburg lebende Schriftstellerin, hat mit ihrem Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ eines der eindrücklichsten Werke der deutschen Gegenwartsliteratur verfasst. Der Roman, der von sozialer Ungleichheit, persönlicher Krise und urbaner Verwandlung handelt, ist eng mit der Hamburger Stadtlandschaft verwoben. Nun führt ein literarischer Spaziergang durch die Viertel, die Kampmann als Inspirationsquelle dienten – von den Hinterhöfen St. Paulis bis zu den ruhigen Straßen Altonas.
Kampmann selbst begleitet an diesem Tag einen Rundgang durch ihre literarischen Schauplätze. An einer verwitterten Fassade in der Schanze, wo eine Schlüsselszene des Romans spielt, erzählt sie von der Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung, die ihre Figuren antreibt. „Hamburg ist kein monolithischer Ort“, sagt sie. „Es ist ein Ort der Brüche, der Kontraste – und genau das macht es literarisch so reich.“
Ihre Arbeit wird inzwischen als bedeutender Beitrag zur urbanen Erzählkunst gefeiert. In Lesungen und Diskussionen in Hamburger Bibliotheken und Kulturzentren diskutieren Leserinnen und Leser über die gesellschaftlichen Themen des Romans. Mit Kampmanns Werk gewinnt die Hamburger Literaturszene weiter an Profil – nicht zuletzt als Ort, an dem die Stimmen des Stadtrandes endlich gehört werden.
Quellen: FAZ Online