Autonome Shuttles für den ländlichen Raum: Brandenburg prüft Kooperation mit Tesla

Um die Mobilitätsversorgung im ländlichen Brandenburg zu verbessern, erwägt die Landesregierung den Einsatz autonomer Shuttle-Fahrzeuge. Das Verkehrsministerium bestätigte, dass es aktuell Gespräche mit Tesla sowie weiteren Technologieunternehmen führt, um Pilotprojekte in dünn besiedelten Regionen zu erproben. In vielen Dörfern des Landes ist das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs derart reduziert, dass ältere Menschen oder jene ohne Führerschein zunehmend von der Teilhabe ausgeschlossen sind.

„Das Auto bleibt unverzichtbar – aber nicht alle können selbst fahren“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Autonome Shuttles könnten künftig als ergänzendes Angebot zwischen Dörfern und Bahnhöfen oder Zentren wie Eberswalde oder Cottbus dienen. Die Technik befinde sich zwar noch im Teststadium, aber erste Feldversuche seien bereits in Planung.

Kritiker warnen vor hohen Kosten, technischen Risiken und Datenschutzbedenken. Dennoch gilt der Ansatz als innovativ, um strukturelle Herausforderungen im ländlichen Raum zu bewältigen. Brandenburg könnte dabei bundesweit Vorreiter werden – besonders in Regionen, in denen der demografische Wandel den ÖPNV zunehmend unter Druck setzt.

Die Gespräche mit Tesla stehen noch am Anfang. Sollte eine Kooperation zustande kommen, wäre Brandenburg eines der ersten Bundesländer, das autonome Elektroshuttles im ländlichen Raum im größeren Stil erprobt.

Quellen: Der Tagesspiegel