Beinahe-Unglück am Flughafen München: Boeing hebt erst hinter Bahnende ab

Am Münchner Flughafen ist am Sonntag ein schweres Unglück nur knapp verhindert worden. Eine Boeing 787-9 der Vietnam Airlines hob erst auf, nachdem sie das Ende der Startbahn längst erreicht hatte. Passagiere filmten Staubwolken in der Kabine und Erschütterungen während des Starts. Die Maschine kehrte daraufhin sicher um, niemand wurde verletzt.

Untersuchung durch Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung läuft

Trotz des glimpflichen Ausgangs warnt ein Luftfahrtexperte vor den möglichen Folgen: Hätte die Maschine nicht mehr abheben können, wäre sie außerhalb der Piste entgleist – mit hoher Wahrscheinlichkeit eines Feuerballs und hunderten Todesopfern. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen. Unklar ist bisher, ob technische Defekte, menschliches Versagen oder äußere Faktoren wie Wetterbedingungen eine Rolle spielten.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit im deutschen Luftverkehr auf. Der Münchner Flughafen, einer der wichtigsten Drehkreuze Europas, betont stets höchste Sicherheitsstandards. Dennoch zeigen die Videos aus der Kabine dramatische Szenen, die bei Reisenden Verunsicherung auslösen. Die BFU kündigte an, alle Daten des Fluges – einschließlich Cockpit-Sprachrekorder und Flugdatenschreiber – zu analysieren.

Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel