Die Berliner Gesundheitsbehörde reagiert auf einen Anstieg von Mpox-Infektionen (früher Affenpocken) mit einer gezielten Impfkampagne zum Christopher Street Day (CSD). Wie das Landesamt für Gesundheit am Sonntag mitteilte, wurden in diesem Jahr bisher mehr Fälle registriert als in den Vorjahren. Besonders Männer, die Sex mit Männern haben, gelten als Risikogruppe – daher werden sie nun verstärkt angesprochen.
Die Impfaktion startet pünktlich zum Beginn der CSD-Saison, die traditionell im Sommer zahlreiche Besucher aus ganz Europa nach Berlin lockt. Um die Aufklärung zu intensivieren, setzt die Behörde auf Kooperationen mit Nachtclubs, Saunen und Dating-Apps, über die gezielte Werbung für Impftermine geschaltet wird. Auch mobile Impfteams sollen in Szenevierteln wie Schöneberg und Kreuzberg zum Einsatz kommen.
„Es geht nicht um Stigmatisierung, sondern um Schutz“, betonte eine Sprecherin des Gesundheitsamts. Die Impfung sei sicher, gut verträglich und vor allem in Zeiten großer Veranstaltungen wirksam. Berlin folgt damit einer Empfehlung des Robert Koch-Instituts, das eine frühzeitige Prävention bei vulnerablen Gruppen befürwortet. Die Impfstoffe sind laut Behörde ausreichend vorhanden.
Die CSD-Woche, die in diesem Jahr Ende Juli beginnt, ist mit Hunderttausenden Besuchern eine der größten Veranstaltungen des Jahres in der Hauptstadt. Die Gesundheitsbehörde hofft, durch die frühzeitige Kampagne eine größere Ausbreitung von Mpox zu verhindern und gleichzeitig das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit zu stärken.
Quellen: Welt Online