In München hat ein Brandanschlag auf das Rüstungsunternehmen Rohde & Schwarz für Ermittlungen auf höchster Ebene gesorgt. Nach Angaben des ARD-Hauptstadtstudios gibt es starke Hinweise darauf, dass der Angriff im Auftrag eines russischen Geheimdienstes verübt worden sein könnte. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe eines Firmengeländes des Technologiekonzerns, der auch Aufträge aus der deutschen Rüstungsindustrie bearbeitet.
Trotz der Hinweise auf eine mögliche hybride Operation aus dem Ausland bleibt die Tätersuche komplex. Wie der Sicherheitsexperte Malte Roschinski gegenüber Welt Online erklärte, existieren auch Spuren, die in die linksextreme Szene führen. Bereits im Jahr 2021 war das Unternehmen Ziel eines ähnlichen Angriffs durch linke Extremisten, was die Ermittler nun vor die Herausforderung stellt, zwischen ideologisch motivierter Gewalt und gezielter staatlicher Sabotage zu differenzieren.
Die bayerische Landesregierung hat den Vorfall als schwerwiegende Attacke auf die innere Sicherheit bezeichnet. Bundesinnenministerium und Generalbundesanwaltschaft prüfen, ob der Fall in den Zuständigkeitsbereich des Bundeskriminalamts und der Bundesanwaltschaft fällt. Rohde & Schwarz hat inzwischen Sicherheitsmaßnahmen am Standort erhöht und arbeitet eng mit den Behörden zusammen.
Der Anschlag wirft neue Fragen zur Sicherheit kritischer Infrastrukturen in Bayern auf, insbesondere im Kontext der andauernden Spannungen im geopolitischen Umfeld. Die Behörden warnen vor weiteren möglichen Sabotageakten und rufen Unternehmen zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland, Welt Online