Die jüngsten Ergebnisse des internationalen Pisa-Tests haben auch in Brandenburg für Besorgnis gesorgt. Deutschlands 15-jährige Schüler erreichten laut Studie so schlechte Werte wie nie zuvor – insbesondere in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Brandenburgs Bildungsminister Steffen Hoffmann (SPD) reagierte betroffen und kündigte an, genauer hinzuschauen, wo Schülerinnen und Schüler zusätzliche Unterstützung benötigen.
„Wir dürfen nicht einfach abwarten, bis sich die Probleme weiter vertiefen“, sagte Hoffmann. Er betonte, dass die Landesregierung bereits an langfristigen Verbesserungen arbeite, etwa durch mehr Lehrkräfte, individuelle Förderprogramme und stärkere Kooperation zwischen Schulen und außerschulischen Partnern. Besonders betroffen seien laut Experten sozial benachteiligte Schüler und Jugendliche mit Migrationshintergrund – Gruppen, die in Brandenburg überdurchschnittlich stark vertreten sind.
Der Minister wies darauf hin, dass die Pandemie tiefe Spuren im Bildungssystem hinterlassen habe, die noch immer nicht vollständig aufgearbeitet seien. Gleichzeitig forderte er mehr Bundesmittel, um strukturelle Ungleichheiten abzubauen. In den kommenden Monaten soll eine landesweite Analyse erarbeiten, an welchen Schulen zusätzliche Ressourcen nötig sind. Auch die Lehrerausbildung und die digitale Ausstattung der Schulen sollen überprüft werden.
Quellen: Der Tagesspiegel