Die jüngst von der Bundesnetzagentur genehmigten Trassenpreise sorgen im Bundesland Brandenburg für Kritik. Verkehrsminister Crumbach warnte vor erheblichen Folgen für den regionalen Schienenverkehr, insbesondere im Personenverkehr, der durch die gestiegenen Kosten besonders belastet wird. Die neuen Preise könnten Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Strecken erschweren und die wirtschaftliche Balance kleinerer Bahnunternehmen stören.
Brandenburg ist als Transitland mit einem dichten Schienennetz von einer fairen und stabilen Trassenpreisgestaltung abhängig. Crumbach betonte, dass insbesondere ländliche Regionen unter steigenden Betriebskosten leiden könnten, was langfristig zu Dichtestufenanpassungen oder sogar Streckenstilllegungen führen könnte. Eine stärkere Berücksichtigung der regionalen Bedürfnisse bei der Preisfindung fordert die Landesregierung daher auf Bundesebene ein.
Die Anpassung der Schienenmaut wirft auch Fragen zur Zukunft der Mobilitätswende auf. Während der Güterverkehr teilweise entlastet wird, trifft die Kostensteigerung den öffentlichen Nahverkehr unverhältnismäßig. Crumbach plädiert für eine differenzierte Regelung, die den Bedeutungsunterschied zwischen Fernverkehr und regionalen Pendlerstrecken stärker berücksichtigt. Die Diskussion soll nun auf der Ebene der Verkehrsministerkonferenz weitergeführt werden.
Quellen: Der Tagesspiegel