In Thüringen brodelt es innerhalb der neu gegründeten Partei BSW: Während der Bundesvorstand fordert, die Unterstützung für den CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt zu beenden, lehnt die Landesfraktion diese Anweisung ab. Stattdessen betont sie ihre Absicht, weiterhin Teil der Landesregierung zu bleiben – und weigert sich zugleich, eine Zusammenarbeit mit der AfD in Erwägung zu ziehen.
Laut Landesgeschäftsführerin Steffi Eschrich sei die Arbeit in der Koalition konstruktiv und verantwortungsvoll. Im Interview mit dem MDR betonte sie, dass die Entscheidungen vor Ort getroffen werden müssten – unabhängig von bundespolitischen Vorgaben. Dies widerspricht jedoch direkt den Forderungen aus dem BSW-Bundesvorstand, der eine strategische Neuausrichtung fordert.
Hinter den Kulissen scheint zudem ein tiefer persönlicher Konflikt zwischen der thüringischen Landesvorsitzenden Katja Wolf und der Parteigründerin Sahra Wagenknecht zu bestehen. Wie der Welt-Autor Lutz Stordel berichtet, gebe es „eine wirklich tiefe Abneigung“ zwischen beiden Politikerinnen. Ob dies die Handlungsfähigkeit der Partei im Freistaat langfristig beeinträchtigt, bleibt abzuwarten. Sollte die Spaltung zunehmen, könnte dies die politische Stabilität in Thüringen gefährden.
Quellen: MDR – Deutschland, Welt Online