Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zum Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle übernommen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, handele es sich um einen „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“. Die Drohne sei am späten Dienstagabend von Sicherheitskräften entdeckt und sichergestellt worden.
Demnach war die Drohne mit dem hochexplosiven Plastiksprengstoff Semtex bestückt. Laut Informationen des SPIEGEL wurde ein Teil der Drohne sogar auf der Tragfläche eines Flugzeugs entdeckt – in unmittelbarer Nähe der Treibstofftanks. Dies unterstreicht die potenziell verheerenden Folgen, hätte der Anschlag funktioniert.
Die Polizei geht von einem gezielten Anschlagsversuch aus, möglicherweise gerichtet gegen einen Munitionstransport, der regelmäßig über den Flughafen abgewickelt wird. Der Flughafen Leipzig/Halle ist einer der wichtigsten Logistikdrehkreuze in Europa, insbesondere für Frachtflüge.
Der Vorfall löst eine landesweite Debatte über die Sicherheit kritischer Infrastrukturen aus. Experten sprechen von einem „Supergau“, der nur knapp verhindert wurde. Die Grünen fordern eine Sondersitzung des Nationalen Sicherheitsrates, während das Verkehrsministerium über neue Maßnahmen zur Drohnenabwehr nachdenkt.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland, ZEIT Online – Deutschland, Süddeutsche Zeitung, ZDF Heute – Nachrichten, FAZ Online, Der Tagesspiegel, Spiegel Online – Schlagzeilen