Der diesjährige Caravan-Salon in Düsseldorf unterstreicht einen deutlichen Trend im Freizeitmarkt: Geländegängige Wohnmobile erobern die Favoritenliste der Urlauber. Die weltweit größte Messe für Reisemobile und Wohnwagen präsentiert in diesem Jahr ungewöhnlich viele robuste, allradgetriebene Modelle, die auch abseits befestigter Wege eingesetzt werden können.
„Die Nachfrage nach Offroad-Wohnmobilen steigt kontinuierlich“, sagt ein Aussteller aus Bayern. „Kunden wollen nicht nur Campingplätze anfahren, sondern auch abgelegene Naturregionen erreichen.“ Auf dem Messegelände dominieren Modelle mit erhöhter Bodenfreiheit, verstärkten Fahrwerken und speziellen Reifenprofilen – teilweise inspiriert von Expeditionsfahrzeugen.
Trotz des anhaltenden Booms gibt es Herausforderungen für die Branche. Laut Branchenexperten leiden viele Hersteller unter Lieferengpässen bei Bauteilen, insbesondere bei Elektronik und Spezialmaterialien. Zudem fehlt es an ausreichendem Fachpersonal, um die steigenden Bestellungen fristgerecht abzuarbeiten. „Die Wartezeiten für Sonderanfertigungen liegen teilweise bei über einem Jahr“, berichtet ein Manager eines mittelständischen Unternehmens.
Der Caravan-Salon in Düsseldorf bleibt damit nicht nur ein Schaufenster für Innovation, sondern auch ein Spiegel der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche. Mit über 200.000 Besuchern in der vergangenen Woche gilt die Messe als wichtiges Barometer für die Stimmung in der Reisemobilwirtschaft – und die zeigt sich 2026 so dynamisch wie selten zuvor.
Quellen: Süddeutsche Zeitung