Ein spektakulärer Gefängnisausbruch hat die Behörden in Duisburg in Alarmbereitschaft versetzt. In der Nacht zum Samstag gelang es einem Häftling, aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Duisburg-Hamborn zu fliehen. Der Mann kletterte nach Angaben von Zeugen und Ermittlern über die Außenfassade des Gefängnisses auf das Dach und verschwand von dort aus in unbekannte Richtung.
Die Flucht ereignete sich in den frühen Morgenstunden, als die Wachmannschaften routinemäßige Rundgänge durchführten. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen bemerkten die Beamten die Abwesenheit des Insassen erst mit Verzögerung. Laut Polizeiangaben war der Mann zuvor wegen schwerer Diebstähle und Körperverletzung inhaftiert.
Ein Sprecher der JVA bestätigte, dass die Flucht über das Dach ungewöhnlich sei und eine interne Untersuchung eingeleitet worden sei. „Ein solcher Vorfall ist extrem selten“, betonte er. Die Polizei hat sofort eine Großfahndung gestartet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Überwachungskameras im Umfeld der Anstalt werden ausgewertet, um mögliche Fluchtrouten zu rekonstruieren.
Die Stadt Duisburg, insbesondere das Viertel Hamborn, bleibt bis zur Ergreifung des Flüchtigen im Fokus der Polizei. Experten fragen sich, wie es dem Häftling gelingen konnte, unbemerkt auf das Dach zu gelangen. Die Justizbehörden in Nordrhein-Westfalen prüfen nun, ob Sicherheitslücken im System bestehen.
Quellen: Der Tagesspiegel