CDU uneins über Umgang mit Linkspartei nach AfD-Wahlsieg – Koalitionsdebatte spitzt sich zu

Der drohende Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt löst bei den etablierten Parteien eine heftige Debatte über strategische Optionen aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich in einem ungewöhnlichen Schritt dafür ausgesprochen, eine linke Minderheitsregierung in Magdeburg im Falle eines AfD-Siegs zu tolerieren. Ziel sei es, zu verhindern, dass die AfD erstmals in Deutschland einen Ministerpräsidenten stellt.

Diese Aussage sorgt jedoch für Unruhe innerhalb der CDU. Während einige Stimmen aus Ostdeutschland offen über Notbündnisse mit der Linkspartei nachdenken, lehnen andere jede Form der Zusammenarbeit mit der linksradikalen Partei strikt ab. Im MDR-Liveticker zeichnet sich eine tiefe Zerrissenheit ab: Die CDU in Sachsen-Anhalt ringt um eine klare Linie, während die SPD ebenfalls keine gemeinsame Haltung formuliert hat.

Die Diskussion gewinnt an Brisanz, da eine rechnerische Mehrheit gegen die AfD nur durch eine Kooperation zwischen SPD, CDU, Grünen und Linken möglich wäre – ein sogenanntes „Kreuzbündnis“, das bislang tabu war. Doch auch hier scheitern die Gespräche an grundsätzlichen Differenzen, insbesondere hinsichtlich der Position der Linkspartei zu Russland und der NATO. Mit nur zwei Tagen bis zur Wahl bleibt unklar, ob die demokratischen Kräfte noch in der Lage sind, ein koordiniertes Gegenmodell zu präsentieren.

Quellen: T-Online Nachrichten, MDR – Nachrichten, ZEIT Online – Deutschland