Chaos vor Schulstart: Hamburgs Bildungssenatorin räumt Fehler bei Schulbegleitungen ein

Kurz vor dem Start des neuen Schuljahres hat Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD) Fehler im Umgang mit der Vergabe von Schulbegleitungen eingeräumt. Nach massiven Protesten von Eltern und Schulleitungen wurde das Verfahren für 540 betroffene Kinder überprüft. Fast 200 Fälle sind noch unklar, obwohl der Unterricht bereits begonnen hat. Betroffene Familien berichten von Unsicherheit und existenziellen Sorgen.

Die Senatorin sprach von einem System, das „nicht klug durchdacht“ gewesen sei, und kündigte an, die Verwaltungsprozesse zu überarbeiten. Kritiker werfen der Behörde jedoch mangelnde Planungssicherheit und bürokratischen Zentralismus vor. Schulen hätten erst in letzter Minute erfahren, über welche Ressourcen sie verfügen – mit teils gravierenden Folgen für den Unterricht.

Die Debatte zeigt erneut die strukturellen Belastungen im Hamburger Schulsystem. Während die Zahl der Schüler steigt, gerät die Verwaltung bei der Umsetzung inklusiver Bildung an ihre Grenzen. Die Behörde verspricht nun eine schnellere Bearbeitung und mehr Personal – doch viele Eltern fordern grundlegende Reformen, um solche Krisen künftig zu vermeiden.

Quellen: Welt Online